Berlin : Die Ausstellung wird wahrscheinlich nur 4 statt 15 Millionen Mark einbringen

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Die Lottostiftung Berlin erwartet, dass die Ausstellung "Sieben Hügel" etwa vier Millionen Mark einspielt. Sollten mehr als 2000 Besucher pro Tag in den Martin-Gropius-Bau kommen (am vergangenen Wochenende waren es fast 5000 täglich), könnten Eintrittsgelder und Katalogverkäufe sogar noch mehr Geld einbringen. Die Einnahmen fließen vollständig in den Topf der Lottostiftung zurück, die für die "Sieben Hügel" 28,9 Millionen Mark locker machte.

Vor fünf Jahren, als die Vorbereitungen zur Mega-Ausstellung begannen, hatten die Planer noch mit 15 Millionen Mark Einnahmen gerechnet, verriet gestern der Direktor der Lottostiftung, Hans-Georg Wieck, dem Tagesspiegel. Es wurde damals davon ausgegangen, dass Abertausende von Expo-Besuchern aus Hannover nach Berlin strömen, um die "Sieben Hügel" zu sehen. Diese Erwartungen werden sich nicht erfüllen. Eigentlich sollte die Schau im Gropius-Bau bis 7. Januar 2001 gezeigt werden. Nun macht sie schon Ende Oktober dicht, was die Gesamteinnahmen voraussichtlich drücken wird.

Andere, nicht minder spektakuläre, aber preiswertere Ausstellungen in Berlin konnten sich in der Vergangenheit besser refinanzieren als die "Sieben Hügel". Manche Ausstellung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz habe 50 bis 70 Prozent der Kosten durch Einnahmen decken können, so Wieck. Das Geld, das die Lottostiftung nach Genehmigung durch den politisch besetzten Beirat freigibt, gilt als "Vorfinanzierung". Sämtliche Einnahmen aus Eintrittskarten, Katalogen, Plakaten et cetera müssen zurückgezahlt werden. Eine "Mindestdeckung" der Ausgaben wird nicht gefordert.

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