Berlin : Die Automaten sind Kreuzberg zu teuer Bergmannkiez bleibt ohne Parkraumbewirtschaftung

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An der Kreuzberger Bergmannstraße wird es keine Parkraumbewirtschaftung geben. „Das rechnet sich nicht“, sagte Baustadtrat Franz Schulz gestern, „ein Gutachter hat herausgearbeitet, dass es ein erhebliches Defizit geben würde.“ Die dafür notwendigen Automaten und Kontrolleure seien schlicht zu teuer. Außerdem gebe es noch ein zweites Argument gegen die Parkscheinautomaten: „Wir können den Anwohnern nicht zusichern, dass sie dann leichter einen Stellplatz finden.“

Am Donnerstagabend war den Anwohnern auf einer Versammlung das vom Bezirksamt beauftragte Gutachten vorgestellt worden. Erst vor wenigen Wochen war ein solches Gutachten für den Boxhagener Platz in Friedrichshain veröffentlicht worden. Auch dort gebe es dichte Bebauung und viele Kneipen und Restaurants. Ergebnis auch dort: Die Parkraumbewirtschaftung lohne sich nicht. Anders als an der Bergmannstraße soll die Entwicklung am Boxhagener Platz im kommenden Jahr erneut untersucht werden.

Auch der von Anwohnern gewünschte Umbau des Karrees zwischen Chamissoplatz und Bergmannstraße zu „Spielstraßen“ ist vom Tisch. Denn der Umbau sei viel zu teuer, sagte Schulz, zudem entfielen in Spielstraßen etwa 50 Prozent der vorhandenen Parkplätze. Dieses Argument habe die Anwohner überzeugt, sagte der Stadtrat. An der Bergmannstraße werde es kurzfristig nur eine Mittelinsel in Höhe Nostitzstraße geben, kündigte Schulz an. Diese solle die Autos bremsen und das Queren erleichtern. Die Genehmigung des Senats liege vor.

Zudem werde der Bezirk mit Verkehrszählungen feststellen, welche schmalen Straßen von den Autofahrern als Schleichwege für den Durchgangsverkehr missbraucht werden. In Höhe des Marheinekeplatzes war die Bergmannstraße in den 80er Jahren verkehrsberuhigt worden, um den Durchgangsverkehr nach Neukölln zu stoppen. Ha

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