Berlin : Die Behörde im Koffer

Mobiles Bürgeramt im Test

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Mit einem Reisekoffer will die Berliner Verwaltung den Bürgern künftig näher kommen. Zwar nicht in der eigenen Wohnung, aber in öffentlichen Einrichtungen soll man künftig seine Behördengeschäfte im heimatlichen Kiez erledigen können. Die Bezirke Pankow und Spandau haben die Vorreiterrolle bei einem bis Ende September nächsten Jahres befristeten Test übernommen. Das mobile Bürgeramt passt in einen Trolley, den das FraunhoferInstitut für Nachrichtentechnik bestückt hat. Ausgestattet ist es unter anderem mit Laptop, Drucker und einem EC-Kartenterminal zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. Daneben gibt es im Koffer noch Stauraum für Kabel, Vordrucke und die obligatorischen Stempel.

Seit 15 Monaten laufen die Vorarbeiten für den mit 2,6 Millionen Euro geförderten Test des Bundeswirtschaftsministeriums. Berlin ist eines von fünf Projekten. Voraussichtlich ab Februar soll in beiden Bezirken das Angebot auf Sprechstunden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Seniorenheimen, aber auch in Mieterbüros von Wohnungsbaugesellschaften, Einkaufszentren und großen Betrieben ausgedehnt werden. Dort können die Bürger dann etwa Personalpapiere beantragen, Wohnungen ummelden, Führerscheine umtauschen oder Lohnsteuerkarten ändern lassen. Nach Ende der Testphase Ende September soll entschieden werden, ob das mobile Amt zur ständigen Einrichtung für ganz Berlin wird. du-

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