• Die Behörde zieht an den Eichborndamm - damit sind die Bestände erstmals unter einem Dach

Berlin : Die Behörde zieht an den Eichborndamm - damit sind die Bestände erstmals unter einem Dach

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Die mehrjährige Suche nach einem zukunftssicheren Standort für das Berliner Landesarchiv ist beendet. Der Senat beschloss gestern, das Archiv mit seinen gesamten Außenstellen in einen denkmalgeschützten Altbau am Eichborndamm in Reinickendorf umzusiedeln. Kultursenator Peter Radunski sprach von einer "guten Wahl". Der Bau sei ideal geeignet, die 40 laufenden Kilometer Archivgut aufzunehmen. Außerdem sei dies eine kostengünstige Lösung und das Archiv sei auch in Reinickendorf jederzeit gut erreichbar.

Am neuen Ort werden die Archivbestände aus der Kalckreuthstraße, Breite Straße, Westhafenstraße und Straßburger Straße, Teile der Landesbildstelle und die Speicherbibliotheken der Humboldt-, Technischen und Freien Universität untergebracht. Außerdem befindet sich in unmittelbarer Nähe die Wehrmachtsauskunftsstelle mit umfangreichen Altakten. Seit 1991 haben sich die Besucherzahlen im Landesarchiv auf jährlich 11 000 verdoppelt, hinzu kommen 50 000 Ausleihen und 10 000 Telefonauskünfte. Nach der Vereinigung des West-Berliner Landesarchivs 1991 mit drei Ost-Berliner Einrichtungen und der Übernahme umfangreicher Aktenbestände der DDR-Parteien, -Behörden und -Betriebe platzte das Archiv aus allen Nähten. Dennoch benötigte der Senat viele Jahre, um zwischen 26 Standorten auszuwählen. Bemühungen, das Archiv in zentraler Stadtlage einzuquartieren, wurden aufgegeben.

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