Die Berliner Charité : Wir sind die Charité - acht Beschäftigte stellen sich vor

Die Berliner Charité hat insgesamt 16.800 Mitarbeiter. Trotz eines Milliardenumsatzes ist das Geld immer knapp. So denken acht Charité-Beschäftigte.

von , und Emilie Brummel
Mitarbeiter der Charité, Europas größtem Universitätsklinikum.
Mitarbeiter der Charité, Europas größtem Universitätsklinikum.Foto: dapd/ Maja Hitij

DER KRANKENPFLEGER
„1848 war Rudolf Virchow auf den Barrikaden und wir sind stolz darauf das weiterzuführen und als Beschäftigte an der Politik mitzuwirken. Aus ihrer historischen Rolle und Verantwortung heraus soll die Charité da Vorreiter sein, wo es nötig ist. Berlin kann froh über die Einrichtung sein und sollte diese Entwicklung zulassen.“

Der Krankenpfleger Carsten Becker
Der Krankenpfleger Carsten BeckerFoto: Emilie Brummel


DIE INTENSIVSCHWESTER
„Aufgrund der Größe und Geschichte wollte ich schon immer an der Charité arbeiten. Es ist viel Fortschritt von hier in die Welt gegangen, aber die Anerkennung für die Pflege fehlt weiterhin. Die Bundesrepublik und der Senat müssen erkennen, dass es finanzielle Aufwertung braucht. Gesundheit kostet nun mal Geld."

Die Intensivschwester Dana Lützkendorf
Die Intensivschwester Dana LützkendorfFoto: Emilie Brummel


DIE REINIGUNGSKRAFT
„Ich bin froh bei einem so angesehenen Arbeitgeber wie der Charité zu sein. Aber viele Mitarbeiter werden gezwungen Überstunden zu machen. Das muss sich dringend ändern. Darum sind meine Kollegen und ich momentan im Warnstreik. Die Arbeitgeber müssen mit ihrer Hinhalte-Taktik gegenüber den Beschäftigten aufhören.“

Die Reinigungskraft Ben Bawer
Die Reinigungskraft Ben BawerFoto: Hannes Soltau

DIE LOGISTIKERIN
„Ich arbeite eigentlich sehr gerne an der Charité. Aber damit das auch in Zukunft so bleibt, muss der Lohn stimmen. Der ist für die Arbeit, die ich leiste, zu niedrig. Auch die Arbeitsbedingungen stimmen oft nicht. Ein großer Anteil meiner Kollegen ist in erzwungenen Teilzeit-Arbeitsverhältnissen beschäftigt.“

Die Logistikerin Monika Braun
Die Logistikerin Monika BraunFoto: Hannes Soltau
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