Berlin : DIE BESTE BASIS: DER FOXTROTT

Er gilt als der klassische Einsteigertanz, als der simpelste. Den schafft selbst, wer keinen anderen kann. Der Grundschritt geht zu fast jeder Musik, zumindest zu jeder im Viervierteltakt. Schritt – Schritt – Seit – Schluss. Doch der Foxtrott ist alles andere als die Notlösung für Ungeübte. Seit 1963 gehört er als Gesellschaftstanz zum Welttanzprogramm – eine Bewegungsform in zwei Varianten: langsam als Slowfox und sehr schnell, vor allem für Turniere, als Quickstep. Beide Stile gelten als technisch anspruchsvoll. Der einfache Foxtrott tanzt sich flott, ist einer, der Spaß macht, weil er keine ganz schwierigen Figuren beinhaltet. „Den kann man eng tanzen oder mit offenen Positionen, eher platzsparend oder raumgreifend“, sagt Anja Rother von der Tanzschule Walzerlinksgestrickt. Und was hat der Foxtrott mit dem Fuchs zu tun? Vermutlich gar nichts. Sein Name geht wohl auf den Schauspieler Harry Fox und dessen Varieté „Zigfeld Follies“ zurück. Seine Tänzer übernahmen Schritte aus Ragtime, Onestep, Twostep und Castle Walk, eben den Geh- und Schreittänzen der Vergangenheit. So wurde der Foxtrott populär, sozusagen ein Sammelsurium aus seinen vielen Vorgängern. Erst nach dem Ersten Weltkrieg eroberte er Europa. Heute tanzt man ihn zu jeder Art von Popmusik. Schritt – Schritt – Seit – Schluss, das hat nach Meinung von Tanzlehrern noch einen generellen Vorteil: Da lernt man Führen und Folgen. Susanne Leimstoll / Foto: Kitty Kleist-Heinrich

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