Die BVG baut : U8 im Süden neun Monate gesperrt

Die BVG baut mal wieder, diesmal an der U8. Die Strecke Boddinstraße-Hermannstraße ist vom 12. August an voraussichtlich neun Monate gesperrt. Ersatzverkehr soll es fürs Erste nicht geben. Aber auch an anderen Orten baut und saniert die BVG, zum Ärger vieler Kunden.

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Die BVG baut gerne und oft, jetzt auch an der U8. Foto: dpa
Die BVG baut gerne und oft, jetzt auch an der U8.Foto: dpa

Wie viele Baustellen gibt es derzeit bei der U-Bahn? Da muss auch BVG-Bauchef Uwe Kutscher nachdenken. „40 bis 50 werden es sein“, sagt er dann, große und kleine. Eine große kommt jetzt hinzu: Um den Bahnhof Leinestraße an der U 8 in Neukölln sanieren zu können, wird die Strecke Boddinstraße–Hermannstraße vom 12. August an für voraussichtlich neun Monate gesperrt. Seit 2011 wird die Station – bei laufendem Betrieb – saniert und der Einbau eines Aufzugs vorbereitet. Die Kosten waren mit 6,8 Millionen Euro veranschlagt. Nach dem Abschlagen von Putz an der Decke hat man nach Kutschers Angaben festgestellt, dass dort schwere Schäden vorhanden sind: Beton bröckelt; Stahl rostet. Die Deckensanierung kostet nach Kutschers Angaben zusätzlich rund 2,5 Millionen Euro. Die BVG nutzt die Vollsperrung auch, um den erst 1996 eröffneten Bahnhof Hermannstraße zu sanieren, an dem bereits die Hälfte der Fliesen abgefallen sind. Er wird zu einem „Themenbahnhof“ umgestaltet.

Ersatzverkehr mit Bussen gibt es nicht, weil auch der Straßenverkehr über dem Bahnhof auf der Hermannstraße eingeschränkt werden muss. Wo die Decke des Tunnels saniert wird, muss die Fahrbahn gesperrt werden. Pro Richtung bleibt aber eine Fahrspur.

Eng wird es im nächsten Jahr auch auf der Hardenbergstraße. Von Mai 2014 bis in den Herbst 2016 saniert die BVG zwischen Zoo und Ernst-Reuter-Platz den aus der Anfangszeit der U-Bahn stammenden Tunnel. Er ist Ende 1902 in Betrieb gegangen und muss von oben neu abgedichtet werden. Dabei werden von den 35 Platanen rund die Hälfte abgesägt. Dem Autoverkehr bleiben in der Bauzeit pro Richtung zwei Fahrspuren; die U-Bahn kann weiter fahren.

Dieses Verfahren praktiziert die BVG derzeit beim Sanieren des Tunnels zwischen Ernst-Reuter-Platz und Deutscher Oper. Auf der Bismarckstraße gibt’s drei Fahrspuren je Richtung; Staus seien weitgehend ausgeblieben, sagte Kutscher. Die Arbeiten sollen Ende 2016 beendet sein. Die Kosten sind mit 12 Millionen Euro veranschlagt. Ein wenig Verspätung hat die Großbaustelle an der U 6 an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße. Aber auch hier sollen die Züge im November wieder fahren.

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