Berlin : Die Clowns vom Krankenhaus

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Stefan Ferencz, 39, und Marta Jassé, 31

BERUF

Er ist Pantomime und Schauspieler. Sie hat „Mimodrama, Clown und Theater“ studiert. Beide arbeiten freiberuflich für „Clowns im Krankenhaus“ – CLiK e.V.

ARBEITSZEITEN

5 bis 10 Mal im Monat, je sechs Stunden.

ALLTAG

Die Clowns arbeiten mit fünf Berliner Krankenhäusern zusammen und dort vor allem auf den Kinderstationen. Vorher gibt es jedes Mal eine Übergabe. Die Ärzte erklären den Zustand der Patienten, wer zum Beispiel eine OP vor oder hinter sich hat. Der Nutzen der Clown-Therapie ist nachgewiesen. Psychologischer Effekt: Die regelmäßigen Termine bieten zum Beispiel krebskranken Kindern, die Jahre auf einer Station leben müssen, einen Rhythmus und „Urlaub“ vom Kranksein. Lachen und Bewegung helfen aber auch beim Atmen, dem Kreislauf und sogar bei der Bildung von Antikörpern.

ERLEBNIS DER WOCHE

Da war dieser 17-Jährige, ein harter Bursche eigentlich, der sich beide Arme gebrochen hatte und aggressiv war. Stefan Ferencz und Marta Jassé hatten sich Sorgen gemacht, ob sie es schaffen würden, ihn fröhlicher zu stimmen, denn ab 15 verbieten Jugendliche sich manchmal, an den Clown zu glauben. Aber dann hat er gelacht, bis ihm der Bauch weh tat.

Foto: Mike Wolff/Text: rcf

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