Berlin : Die Dinosaurier werden geliftet

Naturkundemuseum erhält neun Millionen Euro von Lottostiftung

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„Im Haus ist große Freude“, jubelt HansPeter Schultze. „Das ist die erste große positive Entwicklung, seit ich hier bin – und das sind immerhin schon zehn Jahre.“ Der Geschäftsführende Direktor des Berliner Naturkundemuseums hat allen Grund zur Freude: Das Museum bekommt von der Lottostiftung knapp neun Millionen Euro. „Jetzt können wir die Ausstellung endlich modern gestalten. Und das wird vor allem die Berliner freuen.“

Mit der gestern bekannt gegebenen Entscheidung winkt dem Haus nun noch einmal dieselbe Summe seitens der EU. „Auch diese Mittel werden schon Anfang des nächsten Jahres kommen, und wir werden dann möglichst schnell mit den Arbeiten beginnen“, sagt Schultze. Zwei derzeit nicht nutzbare Räume sollen wieder für die Ausstellung geöffnet und auch die Dinosaurier endlich so aufgestellt werden, wie es den heutigen Erkenntnissen der Forschung entspricht: Sie werden nicht mehr mit abgespreizten Beinen und auf dem Boden hängenden Schwänzen in der Halle stehen müssen.

„Ich bin sehr froh über die Entscheidung der Lottostiftung“, sagt Berlins Wissenschaftssenator Thomas Flierl. Sie sei die Voraussetzung dafür, dass die Sanierung des Naturkundemuseums nun endlich in Angriff genommen werden könne. Der Senat hat dafür in seinem Investitionsplan für die Jahre 2006 und 2007 zehn Millionen Euro vorgesehen. Mit dieser Summe und einem entsprechenden Zuschuss seitens des Bundes kann der im Krieg zerstörte Ostflügel des Museums wieder aufgebaut werden. Die Bauarbeiten können nach Auskunft des Wissenschaftssenats schon 2006 beginnen.

Mitarbeiter des Naturkundemuseums hoffen nun vor allem auf einen guten Ausstellungsmacher, der dem Haus zu neuem Glanz verhilft. Während der Neugestaltung der Ausstellung, die nach einer Planungsphase im Sommer 2005 einsetzen kann, wird das Museum den Besuchern, soweit es geht, zugänglich bleiben. Auch wenn die große Saurierhalle modernisiert werde, „sollten die Museumsbesucher von außen in die Halle hineinschauen können“, sagt Schultze. „Das Publikum soll die Erneuerung miterleben.“ tdp

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