Berlin : Die Drogenbeauftragte

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Name

Sabine Bätzing, 32

Beruf

Drogenbeauftragte der Bundesregierung seit November 2005, SPD-Abgeordnete

Alltag

Jeder dritte Erwachsene raucht, mehr als 1,4 Millionen Deutsche sind medikamentenabhängig und mehr als zehn Millionen trinken Alkohol „in riskanter Weise“ – Sabine Bätzing hat in letzter Zeit viele Schlagzeilen gemacht: Gerade hat sie den neuen Drogenbericht der Regierung veröffentlicht (nachzulesen auf www.bmg.bund.de, dann auf Beauftragte) und viele Forderungen gestellt: Der Konsum „legaler“ Drogen – Alkohol und Tabak – dürfe nicht verharmlost werden und: Erwachsene müssen ein besseres Vorbild sein. Sie macht das nun. Sie sagt was, wenn ein 13-Jähriger im Supermarkt ein Sixpack Bier kauft. Und sie argumentiert dann auch gerne, wenn der Typ in der Schlange hinter ihr mosert, sie solle sich mal nicht so anstellen. Mit 27 ist Bätzing vor fünf Jahren in den Bundestag gekommen und hat gleich das Gesetz gegen Alkopops mitentwickelt. Heute geht der größte Teil ihrer Zeit dafür drauf, ihre Politik in Ausschüssen zu organisieren. Und irgendwie endet die Mission auch abends nicht. Bätzing nennt das den direktpräventiven Ansatz. Wenn die Drogenbeauftragte mit Freunden ausgeht, trinken die gleich weniger.Foto: Mike Wolff/Text: rcf

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