Berlin : Die ersten Stars des Jahres

Harrison Ford und Winona Ryder stellen Filme vor Für die eine Premiere werden 3 x 2 Karten verlost

Foto: AFP/Frazer Harrison
Foto: AFP/Frazer HarrisonFoto: dapd

Ein Drehbuch muss her, dringend. Aber ein gutes, irgendwo zwischen „Krieg der Sterne“, „Blade Runner“, „Air Force One“ und „Indiana Jones“. Eines, bei dem Harrison Ford nicht Nein sagen kann. Er könne doch auch mal einen Film in Berlin drehen, hatte Klaus Wowereit ihm bei seinem Besuch in der Stadt 2003 empfohlen. Würde er gerne, hatte der Schauspieler später versichert. Nur: „Zeigen Sie mir ein Script.“ Offenbar hat Harrison Ford, anders als Matt Damon, Brad Pitt und Liam Neeson, noch keinen passenden Spree-Stoff gefunden, denn seither hat er zwar sechs Filme, darunter „Indiana Jones IV“, gedreht, aber noch keinen in Berlin.

Damals stellte er hier die Actionkomödie „Hollywood Cops“ vor, durfte sich auch ins Goldene Buch eintragen, pries dabei im Roten Rathaus Berlin als eine Stadt, „in der Schauspieler Schauspieler und Politiker Politiker“ sind, eine deutlich gegen Kollege Arnold Schwarzenegger gerichtete Spitze, der sich damals heftig mit seinen kalifornischen Gouverneursplänen trug. Im Nachhaken blieb Ford dann moderat. Nein, er habe keine moralischen Probleme damit, wenn ein Schauspieler in die Politik strebe. Wenn er Talent und die Möglichkeit habe – warum nicht? Aber ob er Arnie wählen würde ... Die Frage stelle sich nicht, schließlich sei er in Wyoming als Wähler registriert, nicht in Kalifornien – so damals Fords Antwort. Ein wahrer Diplomat.

Am Sonntag ist er wieder in der Stadt, sogar zu einer Premiere, am Abend im Cinestar am Potsdamer Platz. Wieder ist es eine Komödie, diesmal ohne Action: „Morning Glory“, inszeniert von dem ebenfalls über den roten Teppich schreitenden Regisseur Roger Michell. Erwartet wird auch Rachel McAdams, sie spielt die junge Fernsehproduzentin Becky Fuller, eine Frau mit Karriereknick und desolatem Liebesleben, die einen Job bei „Daybreak“ ergattert, unter den amerikanischen Morgenshows die mit den miserabelsten Quoten. Als Wunderwaffe holt sie sich den legendären Moderator Mike Pomeroy (Harrison Ford), der viele Qualitäten, aber einen gravierenden Nachteil hat: Er verachtet Morgenshows.

Am Montag steht dem „Morning Glory“-Trio der übliche Interview-Marathon bevor, wie ihn Regisseur Michell ebenso humorvoll wie kenntnisreich mit Julia Roberts und Hugh Grant in „Notting Hill“ inszeniert hatte. Eine Woche später geht die gleiche Zeremonie mit neuem Team und neuem Film über die Bühne, diesmal aber ohne Premierenfeier. Regisseur Ron Howard („The Da Vinci Code – Sakrileg“) und seine Stars Kevin James und Winona Ryder stellen die Komödie „Dickste Freunde“ vor. James und Ryder spielen Nick und Geneva, scheinbar glücklich verheiratet, aber eben nur scheinbar. Geneva wird von Nicks bestem Freund Ronny beim Seitensprung erwischt, doch auch Nick selbst hat, wie sich zeigt, seine Geheimnisse – eine Herausforderung für die Freundschaft. Soll Ronny warnen, soll er schweigen? Gute Frage. ac

Für die Premiere von „Morning Glory“ an diesem Sonntag, 18.30 Uhr, verlost der Tagesspiegel 3 x 2 Tickets. Wer sich beteiligen möchte, maile dies bitte unter dem Stichwort „Glory“ bis heute, 15 Uhr, an verlosung@tagesspiegel.de. Die Gewinner werden benachrichtigt. Bitte Telefonnummer nicht vergessen.

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