Berlin : Die Ex-Sozialistin

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Sibyll Klotz, Jahrgang 1961, spielt gern Doppelkopf. Die Chefin der GrünenFraktion im Abgeordnetenhaus hat Philosophie studiert – und früher an einen reformierbaren Sozialismus geglaubt. Heute sagt sie, sie habe zu spät wahrgenommen, „dass das Altersheim SED zu Reformen nicht in der Lage war“. 1989 trat sie aus der SED aus – empört darüber, dass sich die Partei nicht auflöste. Die Berliner Grünen haben ihre Fachfrau für Arbeitsmarkt- und Frauenpolitik auf dem Listenplatz 3 abgesichert. Er gilt als relativ sicheres Ticket für den Einzug in den Bundestag. Dass sie den Wahlkreis holen wird, glaubt nicht einmal sie selbst. Ihr Ziel: sie will pieken, den „Konstrukteuren der großen Koalition“ Stimmen klauen und für die Grünen wichtige Zweitstimmen holen. mne

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