Berlin : Die Fehler der Investoren

IHK und Handelsregister widersprechen Kritik: Wir sind schnell

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Die Notarkammer und die Industrie– und Handelskammer (IHK) bestreiten, dass bei Eintragungen ins Berliner Handelsregister mit langen Wartezeiten zu rechnen sei. Zuvor hatte der Verwaltungsexperte Hartmut Bäumer beklagt, die Eintragung seiner Firma habe dreieinhalb Monate gedauert (wir berichteten). „Wir haben keine Beschwerden“, teilte dagegen die Notarkammer auf Nachfrage mit. Die Bearbeitung verzögere sich nur bei „rechtlichen Differenzen“ mitunter.

Der fürs Handelsregister zuständige Richter Ralf Wohlfeil sagte, die Eintragung dauere meist drei Wochen und nur in Einzelfällen „maximal fünf Wochen“. Eiliges werde am selben Tag erledigt – etwa die Umbenennung des Berliner Klinikträgers in Vivantes.

Von Bäumers Firma „Freudenberg“Consulting habe man erst Mitte Februar den Gesellschaftervertrag erhalten, eingetragen wurde sie im März. Bäumer sagt hingegen, sein Notar habe die Urkunde im Dezember versandt. Generell seien unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen das Hauptproblem, meint Wohlfeil. Die meisten Beschwerden beruhten auf der „eigenen Unfähigkeit“ der Antragsteller. Auch nach den Erfahrungen der IHK entstehen die meisten Verzögerungen, weil nicht alle nötigen Akten vorgelegt werden. Christoph Irrgang, Assistent der IHK-Geschäftsführung, berichtet andererseits sogar von Dankesbriefen auswärtiger Firmen. Diese hätten das Handelsregister als vorbildlich für andere Städte bezeichnet. CD

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