Berlin : Die Finanzverwaltung einsparen

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„Wir retten Berlin?“ Ein Vorschlag, viel Geld zu sparen, ist,   in der Finanzverwaltung anzufangen. Die in der Broschüre „Was kostet wo wie viel?“ angestellten Berechnungen sind zum Teil derartig unlogisch, dass man sich besorgt fragen muss, wie viel Dummheit in dieser Verwaltung herrscht. Wer die bezirklichen Ausgaben für Instandhaltung eines Quadratmeters Kindertagesstätte, Kinderspielplatz, Grünfläche oder Straße ausrechnet, dies dann als Kosten bezeichnet, aus denen volkswirtschaftliche Schlüsse gezogen werden können oder sollen, der muss sich fragen lassen, ob er in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen. Handelt ein Bezirk etwa volkswirtschaftlich vernünftig, wenn er die Ausgaben für Instandhaltung extrem kürzt? Dann entstehen nach dieser Rechnung zwar vorübergehend sehr geringe QuadratmeterPreise, aber ein hoher Instandhaltungsrückstand mit eventuell schwerwiegenden Folgeschäden.

Sind die Erfahrungen, die die DDR mit ihrer reinen Verschleißwirtschaft gemacht hat, nicht deutlich genug?   Ein zweiter Vorschlag: alle Fachverwaltungen abschaffen. Die Finanzverwaltung weiß sowieso alles besser. Besonders im Kinder- und Jugendbereich. Sie schaut einfach nach Hamburg. Fachliche und faktische Unterschiede sind unwichtig, nur die Statistik zählt. Natürlich nur so lange, wie Hamburg viel billiger ist!  Und weil sich etwas daran geändert hat, werden überholte Zahlen benutzt. So einfach geht das!   Uwe Netzel, Zehlendorf

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