• "Die Findung wird sich in den nächsten Tagen vollziehen" - Stölzl ist nicht der einzige Kandidat der CDU für die Nachfolge

Berlin : "Die Findung wird sich in den nächsten Tagen vollziehen" - Stölzl ist nicht der einzige Kandidat der CDU für die Nachfolge

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Der ehemalige Direktor des Deutschen Historischen Museums, Christoph Stölzl, hat durchaus Chancen, als neuer Wissenschafts- und Kultursenator Nachfolger von Christa Thoben zu werden. Er wurde bereits im November 1999 vom konservativen CDU-Flügel vorgeschlagen. Uwe Lehmann-Brauns, kulturpolitischer Sprecher der Union, brachte ihn erneut ins Spiel. Stölzl sei allerdings nicht der einzige chancenreiche Kandidat, verlautete gestern aus CDU-Kreisen.

Partei- und Regierungschef Eberhard Diepgen hält intensiv nach Fachleuten Ausschau, die sowohl das glatte Berliner Parkett kennen, als auch auswärtige Erfahrungen haben. Eine Frau wird dieses Mal nicht zu bekommen sein. Man wolle auch nicht erneut das Risiko eingehen, "jemanden aus der sensiblen Truppe" auszuwählen, hieß es in der CDU-Fraktionsspitze. Ein Rücktritt vom Regierungsamt nach lediglich vier Monaten reiche völlig aus. Ob der Wissenschaftler Wolf Lepenies, der vor der Senatsbildung Ende 1999 Favorit des liberalen Parteiflügels war, noch zur Verfügung steht, wusste in der CDU niemand zu sagen.

Nicht nur der Koalitionspartner SPD, auch die CDU-Kultur- und Bildungspolitiker drängen auf eine rasche Neubesetzung des vakanten Regierungsamtes. CDU-Sprecher Matthias Wambach war gestern zuversichtlich: "Die Findung wird sich schon in den nächsten Tagen vollziehen." Spätestens am 6. April werde Diepgen dem CDU-Landesvorstand und anschließend dem Landesausschuss einen Kandidaten präsentieren. Dem müsste die Fraktion zügig zustimmen, denn wichtige Berliner CDU-Führungsleute sind am 11. und 12. April in Essen auf dem Bundesparteitag. Am 13. April soll das Abgeordnetenhaus den neuen Senator wählen. Anschließend wird der Landeshaushalt 2000 beschlossen. Mit einem Wissenschafts- und Kulturetat, der auf 4,367 Milliarden Mark gedeckelt ist. Davon stehen 750 Millionen Mark als staatliche Zuwendungen an Kultureinrichtungen zur Verfügung.

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