Berlin : Die Frau des Piloten bleibt verschwunden Polizei sucht auf Flugplatz nach der Leiche

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Nach dem Absturz des Piloten Volker K. (39) aus Erkner sucht die brandenburgische Polizei weiterhin nach seiner vermissten Ehefrau Christine K. (36). Seit dem 20. Juli fehlt von ihr jede Spur. Arbeitskollegen in einem Berliner Grünflächenamt, wo die Frau tätig war, hatten eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben. Der Pilot, der als Müllmann bei der Stadtreinigung gearbeitet hatte, war am Freitagabend absichtlich mit seiner Ultraleichtmaschine im Sturzflug auf die Rasenfläche vor dem Parlamentsgebäude aufgeschlagen. Die Maschine brannte aus. Volker K. wurde aus seinem Flieger vom Typ „Roter Kiebitz“ geschleudert und erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Dass Christine K. „untergetaucht“ ist und den 14jährigen Sohn sowie die zehnjährige Tochter zurückgelassen hat, sehen die Ermittler als unwahrscheinlich an. Sie gehen davon aus, dass Volker K. seine Frau möglicherweise umgebracht hat. Vor seinem Selbstmord war er mehrmals vernommen worden. „Momentan gehen wir Hinweisen von Bürgern nach und schauen, wo der Ehemann in den letzten Tagen gesehen worden ist. Möglicherweise hat er dort die Leiche der Frau abgelegt“, sagte ein Ermittler.

19 Kripobeamte beschäftigen sich mit der Suche nach Christine K. Bereits am Sonnabend war die Jauchegrube auf dem Grundstück der Familie in Erkner ausgehoben worden – erfolglos. „Wir suchen immer noch intensiv das Grundstück und die Umgebung ab“, sagte ein Beamter. Zudem würden auch Container auf dem Flugplatz in Eggersdorf durchsucht. Von dort war der Pilot am Freitag gestartet.

Den Ermittlern zufolge hat er ein Testament hinterlassen, in dem steht, dass die Kinder bei den Großeltern unterkommen sollen. Volker und Christine K. hatten vor 16 Jahren geheiratet. Doch Bekannte berichten, dass die Ehe zuletzt nur noch eine Fassade war – innerlich habe es gekriselt. Volker K. soll vermutet haben, dass seine Frau ein Verhältnis mit einem anderen Mann hatte. tabu

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