Berlin : Die Gewerkschaft fordert von den zukünftigen Koalitionären Geld und Personal

weso

Anlässlich des Beginns der Koalitionsverhandlungen hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gestern verlangt, konkrete Vereinbarungen zu treffen, um die Arbeitsfähigkeit von Polizei und Feuerwehr zu erhalten. Die Polizei benötige in den kommenden Jahren 150 Millionen Mark, um das Berliner Modell weiterzuführen, den maroden Fahrzeugpark zu erneuern und die Ergebnisse von Mummert und Partner umzusetzen. Diese Firma hatte die Struktur und Organisation der Polizeibehörde auf ihre Effizienz überprüft. Damit die Polizei ihre Hauptstadtaufgaben erfüllen könne, seien zudem 600 bis 700 Beamte mehr notwendig, sagte GdP-Chef Eberhard Schönberg.

Ebenso schlimm sehe es bei der Feuerwehr aus, sagte GdP-Sekretär Dieter Großhans. Aufgrund des Personalmangels - es fehlen 450 Mitarbeiter - sei keine Wache mehr fähig, einen kompletten Löschzug zu schicken. Die Löschzüge werden im "Rendez-Vous-Verfahren" von mehreren Wachen zusammengestellt, was zu zeitlichen Verzögerungen führe. Großhans forderte für die Feuerwehr in den kommenden drei Jahren jeweils 150 Neueinstellungen, denn "die Sicherheit der Bürger ist gefährdet und die Feuerwehrbeamten sind über die Grenzen des Zumutbaren belastet".

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben