Berlin : Die Grenzen der Toleranz

Im Park am Weinbergsweg machen Dealer Ärger. Eine Initiative will sie vertreiben. Zu Recht, sagen die einen. Übertrieben, finden die anderen

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Einst war er der Inbegriff für eine innerstädtische Oase, nun gilt er als er vermeintlicher Hort von Drogenkriminalität und Gewalt: der Park am Weinbergsweg in Mitte. Er liegt in der Nähe des Rosenthaler Platzes, unweit zu Prenzlauer Berg. Während sich im Sommer Hunderte von Menschen im Park sonnen, handeln junge Männer gleich daneben mit Drogen. Die Dealer verkaufen nicht nur Marihuana, sondern mittlerweile auch Kokain und Heroin. Und sie treten immer offensiver und aggressiver auf, sprechen Passanten an und setzen sich in die umliegenden Cafés. Der Polizei, die gleich um die Ecke eine Wache hat, gelingt es trotz regelmäßiger Razzien nicht, das Problem in den Griff zu bekommen. Zudem sind Heroinabhängige aufgetaucht, die in der Gegend vorher fremd waren. Deswegen haben sich nun Anwohner und Geschäftsinhaber zusammengeschlossen, um die Dealer zu vertreiben. Der Tagesspiegel berichtete schon mehrfach darüber. Allerdings wird die Sicht der rund 100 Mitglieder der „Initiative Weinbergspark“ nicht von allen geteilt. So gibt es Stimmen, die ihnen vorwerfen, ein subjektives Bedrohungsgefühl zu einer allgemeinen Gefahr aufzubauschen. Auch Vorwürfe des Rassismus werden laut, denn die Dealer sind junge Männer arabischer und afrikanischer Herkunft. Wie unterschiedlich zwei Anwohner den kleinen Park am Weinbergsweg erleben können, haben wir aufgeschrieben. Tsp

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