Berlin : Die Hochschulen sollen jetzt helfen, Investoren nach Brandenburg zu locken

Das Wissenschafts- und das Wirtschaftsministerium in Potsdam wollen eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Stärkung der Kooperationen von Industrie und Hochschulen einberufen. Damit soll das Potenzial der Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen besser für die Stärkung der Wirtschaft im Land genutzt werden. Das sagte der neue Wissenschaftsminister Wolfgang Hackel (CDU) vor Journalisten in Cottbus.

Die Hochschulen Brandenburgs seien ein Standortfaktor, der noch stärker herausgestellt werden müsse, betonte der Minister. Ziel ist es auch, mehr Investoren anzuwerben. Außerdem werden weitere Kooperationen von Hochschulen und Firmen angestrebt. Unternehmensgründungen aus Instituten und von Absolventen sollten begünstigt werden. Auch die Einwerbung von Forschungsmitteln soll verstärkt werden. Damit setzt der neue Minister Hackel die Politik seines sozialdemokratischen Vorgängers Steffen Reiche fort, der mit der Ansiedlung von Fachhochschulen und dem Ausbau des Wissenschaftsparks in Golm auf die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gesetzt hat.

Hackel kündigte an, die Entwicklung der Hochschulen und der Wissenschaftslandschaft zu einem Schwerpunkt der Landespolitik zu machen. Dieser Bereich müsse daher auch finanziell Priorität erhalten. Der Minister will sich dafür einsetzen, dass im Jahr 2000 trotz Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung und weiterer Kürzungen im Gesamtetat den Hochschulen die gleichen Mittel wie im laufenden Jahr zur Verfügung stehen.

Der Minister war zur Einweihung eines internationalen Begegnungszentrums der Hochschulen nach Cottbus gekommen. Die Einrichtung wird ausländische Wissenschaftler und ihre Familien während der Lehrtätigkeit aufnehmen. Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung investierte in das Projekt 1,8 Millionen DM. Das Gebäude wurde von Cottbuser Architekten als Niedrigenergiehaus entworfen.

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