Berlin : Die höchsten Ränge

Klaus Wowereit wird auf der Ehrentribüne viele Amtskollegen treffen. Horst Köhler empfängt Staatsgäste

Sabine Beikler

Auf der Ehrentribüne wird es beim WM-Finale am Sonntag eng: 300 ranghohe Gäste und 1200 „very very important persons“ werden in Berlin zum Endspiel zwischen Frankreich und Italien erwartet. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat alle Amtskollegen aus den Partnerstädten eingeladen. Von den 17 Partnerstädten Berlins haben bisher zugesagt: Matthew Shikongo (Windhuk), Kadir Topbas (Istanbul), Miroslaw Kochalski (Warschau), Charles Picqué (Brüssel), Pavel Bém (Prag) und Quishan Wang (Peking). Aufgrund der traditionell guten Verbindungen mit der Schweiz hat Wowereit auch Nationalratspräsident Claude Janiak aus Bern eingeladen.

Die meisten Bürgermeister werden schon heute ankommen. Doch wie unterhält man seine Gäste am Sonntag bis zum Anpfiff um 20 Uhr? Das Begleitprogramm beginnt bereits um 9.30 Uhr mit der Fahrt vom Hotel zum Schiffsanleger an der Mühlendammschleuse. Dort steigen die Bürgermeister auf das Salonschiff „Meta Mera“ um und unternehmen eine kleine touristische Wassertour durch die historische Mitte.

Um 11.30 Uhr werden die Besucher durch einen Repräsentanten der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof begrüßt und nehmen dann an einer 50-minütigen Führung durch den vor kurzem eröffneten Bahnhof teil. Laut Protokoll geht es um exakt 12.28 Uhr mit der S 21 zum Potsdamer Platz weiter, wo die Herren zwei Minuten später von DB-Vorstandsmitglied Otto Wiesheu begrüßt werden. Der frühere bayerische Wirtschaftsminister wird die Gäste ins 26. Stockwerk des DB-Towers begleiten: Dort lädt die Bahn zu einem Buffet ein. Um 14 Uhr geht’s zurück in die Hotels. Ins Olympiastadion werden die Gäste dann später laut Protokoll „individuell anreisen“.

Auf Einladung des Bundespräsidialamtes werden aber auch andere Staats- und Regierungschefs erwartet. Vor dem Endspiel lädt Bundespräsident Köhler am Sonntag um 17.30 Uhr hochrangige Gäste in den International Club Berlin ein. Dort freut man sich unter anderem auf UN-Generalsekretär Kofi Annan, Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der Kommissionspräsident der African Union (AU), Alpha Oumar Konaré, Südafrikas Staatspräsident Thabo Mbeki, der österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Fürst Albert von Monaco. Laut Bundespräsidialamt werden auch die finnische Staatspräsidentin Tarja Halonen kommen, sowie Otmar Hasler, Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein, und der Staatschef von Ruanda, Paul Kagame erwartet. Bis zum Abend fehlte aber die Zusage eines französischen Staatsgastes.

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