Berlin : DIE INTERNET–FAHNDER

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Beim Bundeskriminalamt (BKA) und im Bayerischen Landeskriminalamt durchforsten Experten das Internet täglich nach Hinweisen auf Kinderpornografie und andere Straftaten. Im Bereich Kinderpornografie arbeiten nur Freiwillige. Auf Wunsch können sich die Beamten auch psychologisch betreuen lassen.

Undercover. Die Cybercops lassen sich nicht gern in die Karten blicken, geben aber zu, dass sie ChatRooms besuchen und mitdiskutieren. Sobald sich ein Verdacht ergibt, wenden sie sich an den zuständigen Betreiber, beispielsweise AOL oder T-Online, und lassen sich den Namen des Verdächtigen geben.

Tatort Berlin. Das BKA gibt sein Wissen an die Berliner Polizei weiter. Sie beginnt mit der Netzsuche erst, wenn es Hinweise auf ein Verbrechen gibt. Unentdeckt blieb der angekündigte Selbstmord eines 16-Jährigen. Er hatte sich dazu 2002 im Internet mit einer Freundin verabredet. Ihre Leichen fand man am Teufelsberg.

Tatort Neukölln. Auch im aktuellen Fall aus Neukölln arbeitet ein Berliner Internet-Spezialist eng mit der 6.Mordkommission zusammen. Er soll jetzt klären, mit wem Ralf M. vor der Tat gechattet, mit wem er sich verabredet hat und ob sich der 41-Jährige in Homosexuellen- oder Sadomaso-Kreisen in Berlin bewegte. kf/weso

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