Berlin : Die kleine Champions League

Am Heiligensee treffen sich Nachwuchskicker aus ganz Europa zum Turnier

Katrin Schulze

Die zehn- und elfjährigen Spieler der E-Jugend des Nordberliner SC sind souveräner Tabellenführer in der höchsten Berliner Spielklasse. Zu Ostern haben die jungen Kicker aber die Möglichkeit, gegen richtig große internationale Vereine zu gewinnen. Denn bereits zum dritten Mal richtet der Verein am Heiligensee dann das größte Jugendfußballturnier Deutschlands aus. Spitzenmannschaften aus dem In- und Ausland kommen heute ins beschauliche Tegel, um bis Montag das beste Team in den Altersklassen U 9, U 10 und U 11 zu ermitteln. Neben europäischen Mannschaften wie Austria Wien, Slavia Prag und dem FC Luzern reisen auch berühmte Mannschaften aus Deutschland an – Schalke 04, Borussia Dortmund und der Hamburger SV. „Das Turnier hat den Touch einer inoffiziellen Deutschen Meisterschaft“, so der Trainer der E-Junioren Andreas Holdt.

Die Idee, ein Osterturnier in Berlin-Tegel auszutragen, kam dem Jugendleiter des Vereins vor drei Jahren bei einem Kontakt zu einem Trainer von Hertha BSC. „Zu Ostern gibt es kaum ein großes Turnier, überlegten wir damals. Warum stellen wir nicht mal was auf die Beine“, erinnert sich der 43-Jährige.

Innerhalb von nur drei Monaten schafften sie es dann, mit der Unterstützung des Mariendorfer SV und den Kontakten von Hertha große Namen in Berlins Norden zu locken. Mittlerweile ist das Osterturnier so gut angesehen, dass Eltern aus der ganzen Stadt ihre Sprösslinge bei den Minikickern in Heiligensee anmelden, damit diese auch irgendwann in den Genuss kommen, gegen Kopenhagen oder Ajax Amsterdam zu spielen.

Die Organisation und Planung des Turniers liegt in diesem Jahr in den Händen von etwa 40 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Während des ganzen Osterwochenendes sorgen sie in der Hatzfeldallee 19 für Verpflegung, Stimmung und einen reibungslosen Turnierablauf. Dass die Kicker vom Nordberliner SC durchaus eine Chance haben, gegen die Topteams zu gewinnen, davon ist ihr Trainer überzeugt: „In der E-Jugend ist unsere Mannschaft fast ebenbürtig mit den meisten, die Unterschiede kommen erst später.“ Ähnlich motiviert gehen auch seine Kicker an den Wettkampf heran, auch wenn für sie ein anderer Faktor im Vordergrund steht: „Wir wollen vor allem Spaß haben“, sagen sie.

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