Berlin : „Die Komische Oper ist seit Jahren unterfinanziert“

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ALBERT KOST

ist seit 1994 Intendant der Komischen Oper.

Foto: Ullstein

Der Finanzsenator sagt, die Opern müssen sparen. Wo kann man denn ansetzen?

Nirgends. Wir können auf nichts verzichten, denn Kultur ist ein Lebensmittel, auch wenn der Finanzsenator das nicht so sieht.

Im Vergleich zu München oder New York …

Die Städte kann man nicht mit Berlin vergleichen! Wenn man es doch tut, muss man die Finanzkraft von München nach Berlin transferieren. Oder man sagt, man möchte das New Yorker Beispiel, bitte, dann spielen wir eben nur noch so oft wie in New York.

Also bedeutend seltener.

Richtig.

Trotzdem: Die Berliner Opern sind statistisch gesehen stärker subventioniert als andere.

Tatsache ist: Die Komische Oper ist seit Jahren unterfinanziert. Das bestätigt auch die Deutsche Opernkonferenz. Das Geld, das wir zur Verfügung haben, brauchen wir, um den Betrieb dieses Hauses aufrechtzuerhalten.

Mit der Einstellung könnte man Ihnen Blockadehaltung vorwerfen.

Wir haben in den vergangenen Jahren alle Sparauflagen erfüllt. Hätte die Berliner Politik ähnlich verantwortungsvoll gewirtschaftet, säße Berlin heute nicht so in der Tinte.

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