Berlin : Die korrekten Gehälter sollen ab Oktober kommen

Gesonderter Tarif für Lehrer könnte der EDV Probleme bereiten

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Nur noch zehn Tage hat das Landesverwaltungsamt Zeit, die Datenverarbeitung so umzurüsten, dass Mitte Oktober die rund 75 000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ihre korrekten Gehälter nach dem neuen Tarifabschluss vom August bekommen. Derzeit bekommen sie, wie berichtet, noch ihre alten Einkommen, obwohl die Arbeitszeit seit dem 1. August um durchschnittlich zehn Prozent gesenkt, gleichzeitig aber eine Tariferhöhung vereinbart wurde. Lediglich für die 5000 angestellten Lehrer gilt dies nicht, da für sie kein neuer Tarifvertrag abgeschlossen wurde. Eventuell könne die Software Schwierigkeiten haben, diese gesonderte Stellung der Lehrer zu verarbeiten, sagte der EDVExperte im Landesverwaltungsamt, Andreas Baumgart. Man habe deswegen vorsorglich die Senatsschulverwaltung informiert, dass dann die Lehrerdaten manuell eingearbeitet werden müssten und es zu kurzfristigen Überzahlungen kommen könnte. Baumgart äußerte die Hoffnung, die Software von SAP, die für die bundesweiten Standardtarifabschlüsse eingerichtet ist, rechtzeitig der Berliner Situation anpassen zu können.

Eine weiteres Problem kommt im Dezember auf das Verwaltungsamt zu. Dann gelten unterschiedliche Auszahlungsdaten für die angestellten Lehrer und die übrigen Beschäftigten. Während die Lehrer nach ihrem alten Tarifvertrag weiter zum 15. Dezember ihr Geld bekommen werden, erhalten die übrigen Angestellten ihr Gehalt erst zum 22. Dezember. Ursprünglich war die Auszahlung nach der neuen Tarifregelung für den 31. Dezember vorgesehen. Die Innenverwaltung hat aber den Auszahlungstermin nur um eine Woche verschoben, damit die Beschäftigten nicht ausgerechnet in der Weihnachtszeit mit einem Gehalt eine Zeit von sechs Wochen überbrücken müssen. Ab Januar gibt es das Geld dann künftig Ende des Monats. sik

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