DIE KRISE DER HAUPTSCHULE : Ein Niedergang, der vor 30 Jahren begann

ERSTE WARNZEICHEN

Der Anfang vom Ende der Hauptschulen lässt sich bereits auf die späten 70er Jahre datieren. Damals wurden in Berlin im großen Stil Gesamtschulen gegründet, die die leistungsstärkeren der bisherigen Hauptschüler anzogen. Zugleich gaben manche regelmäßig ihre schwächsten und schwierigsten Schüler an die Hauptschulen ab. Diese wurde so immer mehr zur „Restschule“. Schon 1978 berichtete der Tagesspiegel, dass 40 Prozent der Hauptschüler in Tiergarten ohne Abschluss waren.

RETTUNGSVERSUCHE

Als die Krise der Hauptschulen nicht mehr zu übersehen war – Anfang der 80er Jahre – wurde bereits die Forderung laut, sie zu Ganztagsschulen auszubauen. Stattdessen entschied die damals regierende CDU, den Hauptschülern mehr Lehrer zu geben. So konnten Klassen mit rund 18 Schülern eingerichtet werden. Diese Größe gilt bis heute. Dennoch gelang es nicht, die Hauptschule wieder attraktiv zu machen. Die ganzen Probleme der Schulform zeigte 2006 der Aufschrei der Lehrer der Rütli-Schule. sve

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