Berlin : DIE KÜNSTLERIN DIE KUNST

„Art can’t be better then love“. Fotoreihe in Nastasja Kellers Atelier, Berlin-Adlershof, Oktober 2011.Fotos: Nastasja Keller
„Art can’t be better then love“. Fotoreihe in Nastasja Kellers Atelier, Berlin-Adlershof, Oktober 2011.Fotos: Nastasja Keller

Nastasja Keller

, 34, wurde im damaligen Ost-Berlin geboren. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. Neben der Malerei beschäftigt sie sich mit Film, schafft Räume und Kulissen, spielt mit Spiegeln und Schatten, wechselt zwischen

den Medien hin und her. Aktuell arbeitet Keller in ihrem Adlershofer Atelier an

tagebuchartigen Videofilmen – wobei sie immer ihre eigene Rolle mitreflektiert. „Braucht der Künstler ein Alter Ego“, fragt sie, „oder kann er er selbst sein?“

Alles in einem. Nastasja Kellers Fotoserie zeigt die Künstlerin in ihrem Atelier. „Ich fixiere Gedanken, indem ich male, fotografiere,

Kulissen baue und Filme drehe“, erklärt sie, „ich denke über Kybernetik nach und Boogie“. Daher die Kopfhörer, der Tanz, aber auch die Leinwand, die Collagen, die Parolen. Statt Ideen und Inhalte zeitlich aufeinanderfolgend zu zeigen, versammelt Keller alles auf

einem Foto. Das gilt auch für ihre filmischen Arbeiten: „Kann ich in ein und demselben Bild eine Frage und eine Antwort gleichzeitig formulieren?“, fragt sich die Künstlerin, „die Außenwelt und das, was drinnen ist in meinem Kopf, kombinieren?“ Um ihre Gedankenwelt betreten zu können, hat Keller irgendwann ihre Malerei zu Filmkulissen gemacht, sich selbst ins Bild gesetzt. Was kein Narzissmus ist – sondern der Versuch, „das zu zeigen, was ich sehe. Und gleichzeitig die Kamera zeigen zu lassen, wie ich Dinge sehe“.

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