Berlin : DIE KÜNSTLERIN

Leiko Ikemura

lebt seit ihrer Berufung an die Universität der Künste 1991 in Berlin. Zugleich unterhält sie ein Atelier in Köln, wohin es sie in den achtziger Jahren verschlug, nachdem sie in Spanien studiert und eine Zeit lang in der Schweiz gelebt hatte. Als Künstlerin ist Ikemura gleichermaßen als Malerin und Bildhauerin stark. Ebenso wie die Skulpturen verraten auch ihre Bilder ihre japanische Herkunft. Stets sind es stille, weite, farbkräftige Räume, in denen schemenhaft Figuren auftauchen, verpuppte Kindfrauen – oder auch Düsenjets. Die Lesart bleibt dem Betrachter überlassen. So erschien zu ihrer eigenen Überraschung das Jahre zuvor gemalte Bild eines Kriegsschiffes im Frühjahr 2011 plötzlich wie die Silhouette von Fukushima. Gegenwärtig zeigt das Nationalmuseum für Moderne Kunst in Tokio eine Retrospektive ihrer Werke.

Die Stadt ist Kunst. An dieser Stelle bieten wir Berliner Künstlern eine Plattform für ihr Werk. Nächste Woche: Jim Avignon

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