Berlin : DIE KÜNSTLERIN

Astrid Köppe,

38, ist eine Ausnahmeerscheinung als Zeichnerin. So bringt sie ihre

rätselhaften Figuren, die nur in Versatzstücken aus der realen Welt zu stammen scheinen, nicht nur mit Bleistift und Pastellkreide auf Papier – wie in unserer heutigen Ausgabe von Mehr Berlin. Sondern auch in Emaille auf metergroßen Metallplatten. Auf diese Weise

erhöht sich der signethafte Charakter der Figuren. Bildmotiv und Bildgrund haben

dabei den gleichen Rang, denn beide besitzen dieselbe Textur und wirken wie parallel aufgebracht. Die ungewöhnliche Technik entwickelte Astrid Köppe zusammen mit einer experimentierfreudigen Emaille-Werkstatt in Angermünde. Die aus Köthen stammende Künstlerin hat damit den niederländischen Begriff für Malerei, „Schilderij“, wieder zurück in die Kunst geholt und ihm eine völlig neue, zeitgenössische Bedeutung verliehen.

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