Berlin : DIE KÜNSTLERIN

Isabell Heimerdinger, 49, überlässt nichts dem Zufall. Ihre Installationen im Raum sind ebenso perfekt inszeniert wie die Choreografien ihrer Filme. Die ehemalige Studentin am California

Institute of the Arts in Los Angeles interessiert sich für den Einfluss der Kinematografie auf

die Sehgewohnheiten: Obgleich man weiß, dass Film und Fernsehen das Reale bloß vortäuschen, verändern sie, ganz real, unsere Wahrnehmung. Heimerdinger, die in Berlin lebt und von der Galerie Mehdi Chouakri vertreten wird, sensibilisiert für diesen Prozess. Sie spitzt die ästhetischen Prinzipien weiter zu und rückt immer wieder Schauspieler ins Zentrum ihrer Arbeit, von denen man nie wissen kann, ob sie spielen oder nicht. Für die Hauptrolle ihres Films „Mr. Xu“ hat Heimerdinger aber einen Laiendarsteller gecastet – um sicher zu sein, dass er authentisch ist.

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