Berlin : DIE KÜNSTLERIN

Gitte Schäfer, 41, lässt sich bei der Suche nach ihren Materialien ungern helfen. Was sie aus-

strahlen, ob sie überhaupt eine Aura besitzen, möchte sie gern selbst erfassen.

Ihre Suche führt die gebürtige Stuttgarterin über Flohmärkte und in Läden für Abgelegtes. Mit präzisem Auge, großer Sensibilität und

zahllosen Ideen lässt sie seit Jahren Bilder

und Skulpturen entstehen, in denen auf den ersten Blick wenig zusammenpasst. Die Verbindungen – formale Ähnlichkeiten ebenso wie

inhaltliche Analogien – schafft sie selbst.

Und zwar mit einer Bedächtigkeit, die 2013 nur zwei Ausstellungen erlaubte. Dazu passt, dass die Künstlerin, die bis 2003 an der Kunsthochschule in Weißensee studierte und danach

Auszeichnungen wie den Gasag-Förderpreis (2006) oder ein Stipendium der Kulturstiftung der Länder in New York erhielt, momentan eine Auszeit von Berlin nimmt. Ihre jüngsten

Arbeiten sind in der Schweiz entstanden.

Im idyllischen Oberwil begibt sich Gitte Schäfer

auf die „Suche nach einer Objekt-Zeit“, wie sie

es nennt. Typisch bleibt ihr charakteristisches Spiel mit den Formen und Eigenschaften

von Stoff, Holz, Messing, Glas oder Marmor, wie in der aktuellen Ausstellung „Die Wirklichkeit trägt ein Forellenkleid“ zu erkennen ist.

Die Berliner Galerie Mehdi Chouakri zeigt

die Arbeiten noch bis zum 18. Januar

in den Edison Höfen (Invalidenstraße 117). cmx

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