Berlin : DIE KUNST DER KÜNSTLER

„Herbstlicht, Rheinstraße“

Die meisten seiner Bilder malt André Krigar direkt unter freiem Himmel, das hier gezeigte auf einem Bürgersteig

in Friedenau. Und so frisch wie das Sonnenlicht wirkt,

das auf Bäume und Hauswände fällt, so frisch ist auch das Bild: Die Ölfarbe des Originals – 80 x 80 cm –

war noch nicht trocken, als die Fotografie des Bildes

für den Tagesspiegel in Druck ging. Gemalt hat es

André Krigar am 6. November in der Rheinstraße

auf Höhe der Goerz-Höfe. Gegen 16 Uhr kam

ein Passant vorbei, schaute eine Weile zu und machte dann ein Foto vom fast fertigen Bild, das noch auf der Staffelei stand; der Schauplatz ist dahinter zu sehen. Dieses Foto von Thomas Protz zeigen wir auf www.tagesspiegel.de/momente.

André Krigar

In Berlin ist er geboren, vor bald sechzig Jahren, und hier liegt auch der Mittelpunkt seines Schaffens. Wer Glück hat, kann ihn mitten in der Stadt, auf irgendeiner Straße, an irgendeinem Platz bei der Arbeit treffen, bei Wind und Wetter. Doch immer wieder zieht es André Krigar hinaus in die Welt; in diesem Jahr hat er unter anderem in Hamburg und Amsterdam, auf Sylt und Usedom, in Kenia und Kanada gemalt. Malerei hat er auch studiert, an der HdK in den siebziger Jahren. Er ist Mitglied der Norddeutschen Realisten, Mitgründer der deutsch-finnischen Künstlergruppe „Triumviratus“, und 2008 wurde er ausgezeichnet mit dem „Rembrandt Painting Award“ in den Niederlanden. Und mit der Künstlerin Corinna Weiner ist er verwandt –

sie ist seine Tochter. Der Berliner Filmemacher Kurt Krigar war sein Vater.

Wenn man André Krigar fragt, wie lange er braucht für ein Bild, sagt er: Vierzig Jahre und ein paar Stunden. Viele seiner Werke sind zu sehen in der Steglitzer Galerie CLASSICO, Schützenstraße 52, www.galerie-classico.de.

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