Berlin : Die Kunst des Glitzerns

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Marilyn Monroe würde im Vitra Design Museum derzeit eine Menge „girls best friends“ treffen, die sie so eindrucksvoll zu besingen wusste: Das Pariser Juwelierhaus Cartier lässt das ehemalige Umspannwerk in der Kopenhagener Straße 58 noch bis zum 15. September im Diamantenglanz funkeln. Die glitzern im Fastdunkel des Museums aber nicht einfach so vor sich hin, sondern erstrahlen in einer Inszenierung des italienischen Designers Ettore Sottsass zu wahrer Pracht.

Der Schmuck, über dessen Wert es sich verbietet, ein Wort zu verlieren, gehört zur 1200 Kunstwerke zählenden Art Cartier Collection, von denen 209 nun in Berlin gezeigt werden. Erich Nussbaum, Chef der Sammlung, kann auf solche sagenhafte Stücke blicken wie die Uhr „Elephant Mystery Clock", die für den steinreichen Maharadscha von Nawanagar angefertigt wurde, und die „Tiger Lorgnette", die einst der Herzogin von Windsor gehörte.

Bei der Ausstellungseröffnung, zu der Cartier-Präsident Guy Leymarie und Alexander von Vegesack, der Direktor der Vitra Design Museen, ihre Gäste nach Prenzlauer Berg gebeten hatten, reagierte mancher Besucher genau so, wie es sich der Designer gewünscht hatte: „Man soll an die Vitrinen herantreten und nur noch sagen: ,Oh, wunderschön!’“

Sichtlich beeindruckt von der Pracht war Sabrina Schepmann, die es sonst eher gewohnt ist, Komplimente auf sich selbst zu ziehen. Schließlich wurde die gebürtige Brandenburgerin im Jahr 2000 zur Miss Deutschland gekürt, und es wird sogar behauptet, sie habe längere Beine als Nadja Auermann. Auf ganz kurzen, dafür aber vieren kam dagegen ein anderer Gast zur Cartier-Schau: Mops „Scarlet“. Auch wenn ein goldenes, mit Amethyst-Kugeln besetztes „Hundehalsband“ zu sehen ist, so wird doch wohl eher Scarlets Besitzerin Manuela Vobach die Einladung erhalten haben. Sie verwöhnt das Tier allerdings mit einem Drei-Gänge-Menü und schmückt es auch schon mal mit einem 6000 Euro teuren Halsband. ling

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