Berlin : DIE  KUNST

Vorwärts, und nicht vergessen.

Um eine „Oubliette“, eine trichterförmige Silhouette, gruppieren sich die Gemälde von Caroline Bittermann und Peter Duka. Bei Bittermann sind es die Umrisse konkreter Porträts mit fiktiven Gärten darin. Duka malt dagegen eine fantastische Figur des 18. Jahrhunderts mit gepuderter Perücke und markanter Nase. Ursprünglich war die „Oubliette“ ein Vorratsspeicher für Eis in der Pariser Bastille, wurde in der Revolution aber zum Herablassen der Gefangenen in die Kerker benutzt. In dem Wort steckt das französische „oublier“, zu deutsch: vergessen. Gerrit Confurius, dessen Text in der Oubliette steht, entwickelt anhand der Diderot-Schrift „Rameaus Neffe“ die Figur des Narren, hinter dem sich die künstlerische Freiheit verbirgt. Alle drei, Maler wie Autor, fasziniert die Zeit um 1800, die Umbruchphase der französischen Revolution. Aus verschiedenen Blickwinkeln nähern sie sich mit ihrem Gemeinschaftswerk der damals begründeten Idee von Freiheit an.

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