Berlin : DIE KUNST

Gewaltige Wolken.

Einen leibhaftigen „Tornado“ hat Michael Sailstorfer nach New York in den Central Park verpflanzt. Zumindest lautet so der Titel seiner ersten Skulptur im öffentlichen Raum, die – ähnlich wie 2008 Olafur Eliassons spektakuläre innerstädtische „Wasserfälle“ – im Auftrag des Public Art Fund entstand und dort bis Ende Mai zu sehen ist. Sailstorfers Windhose besteht aus über 200 ineinander verknoteten Lkw-Schläuchen, die an einer stählernen Konstruktion befestigt sind und sich sanft bewegen, wenn eine Brise durch den städtischen Park weht. Der Künstler verknüpft spielerisch Alltagsmaterial mit einem Naturphänomen und stellt zugleich eine kunsthistorische Verbindung zu Andy Warhols „Clouds“ her. Der Pop-Artist ließ einst mit Helium gefüllte Silberballons in einer New Yorker Galerie unter der Decke schweben. Sailstorfer entlässt die Wolken wieder in die Freiheit, wenn auch gebändigt.

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