Berlin : DIE KUNST

Muskelspiele.

In Anlehnung an Baudelaires Gedichtzeile „Luxe, calme et volupté“, die zugleich Titel eines berühmten

Matisse-Bildes ist, hat Anton Henning seine Ausstellung bei Upstairs Berlin (Am Kupfergraben 10, bis 28. Juli; Mi–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr, Katalog: Kerber Verlag) „Chapardages, style & volupté“ genannt. Übersetzt bedeutet dies „Kleine Diebereien, Stil & Sinnlichkeit“ und beschreibt sehr passend die Vorgehensweise des Künstlers. Der junge Mann im Zentrum des hier gezeigten Gemäldes ist einem Werk Théodore Géricaults aus dem Jahr 1820 entnommen, das ebenfalls in der Berliner Ausstellung hängt. Um ihn herum entwickelt sich Hennings eigener Kosmos mit sowohl gegenständlicher als auch abstrakter Malerei, ja sogar Skulpturen, wie sie auf dem Bild im Bild zu finden sind. Henning nimmt es augenzwinkernd mit dem französischen Meister auf und gibt doch klar zu verstehen, dass er sich selbst in der Tradition der großen Maler sieht. NK

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