Berlin : DIE KUNST

Green Balconies

heißt dieses Ölgemälde, das eine Hausfassade in Teipei zeigt. Die Künstlerin

Sabine Beyerle erzählt, dass ihr Sohn „Das sieht aus wie ein Bild von Mama“ gesagt habe, als er auf

einer Reise in Taiwan diese Balkone erblickte. Was Beyerle aus solchen Entdeckungen macht, hat aber nur noch wenig mit der Vorlage zu tun. Am liebsten fotografiert sie „halböffentliche“ Bereiche, wie sie sagt. Am Computer setzt sie die Bilder zu einer Collage zusammen, spielt mit den einzelnen Elementen,

Hintergründen und bringt schließlich eine extrem verdichtete Wirklichkeit in Öl auf die Leinwand.

„Mich interessieren eher die Spuren, die Menschen hinterlassen haben, als die Menschen selbst“,

sagt Beyerle über ihre Motive. Die „Spuren der Zeit“, die sie dabei festhält, lassen Bewegungen

nur noch erahnen. Menschen zu malen, hat sie aufgegeben.

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