Berlin : DIE KUNST

Fesselnd.

Die Grenze zwischen Kunst und Sado-Maso-Ästhetik ist bei Monica Bonvicini manchmal fließend. Bei „Untitled (Harness)“, Teil eines Triptychons, das im Zusammenhang mit der Skulptur „Identify Protection“ entstand, spielt die verlaufende Farbe im Hüft- und Bauchbereich des Klettergeschirrs auf sexuelle Gewalt an. In Berlin hat sich die Künstlerin mit solch bösen Bildern längst

einen Ruf erworben. Den Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst gewann sie 2005 mit einer

Installation aus Gerüstelementen, Ketten und Leder, die nur auf den ersten Blick zum Schaukeln einlud. Das Münchner Lenbachhaus wird dieses „Never Again“ bei seiner Wiedereröffnung am 8. Mai erneut präsentieren. Die Galerie Johann König stellt dagegen die Künstlerin unter dem Titel

„Designi“ mit Papierarbeiten aus 13 Jahren als Zeichnerin vor (Dessauer Str. 6–7, bis 15. 6.). NK

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