Berlin : DIE KUNST

Form, Farbe, Bewegung

– auf diesen Komponenten basieren die eindrucksvollen Bildräume der Malerin (www.malenelandgreen.dk). Malene Landgreen versammelt darin, was die Kunstgeschichte zum Thema hervorgebracht hat. Der abstrakte Expressionismus scheint auf, das geometrische Vokabular der konkreten Kunst oder die Pop-Art mit ihren plakativen Gesten. Zugleich zeigt Landgreens jüngste Arbeit für die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, wie viel freier sich Zeitgenossen nach all den Diskursen bewegen können: Ihre temporäre Wandmalerei zitiert, interpretiert und erfindet neu. Die Kombination der Farben erzeugt Stimmungen, die Komposition von spitzen Winkeln und Rechtecken weckt die Illusion, der Ausstellungsraum in Baden-Baden falte sich auf und setze sich fort. Ein schönes Bild für die Geschichte der räumlichen Interventionen, von der die aktuelle Schau „Auf Zeit. Was hinter dem Putz steckt“ (20.7.–27.10) erzählt. Auf den Wänden der Kunsthalle haben schon Blinky Palermo und Hamish Fulton ihre Spuren hinterlassen. Nun kommt Landgreens Wandarbeit hinzu. cmx

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