Berlin : DIE KUNST

Reale Fiktion.

Gleich mehrfach reiste Isabell Heimerdinger für eine Kurzfilmtrilogie nach Peking. Die Filme, die ebenso

in Ausstellungen wie auf Filmfestivals zu sehen sind, kreisen um jenen Moment, in dem das fiktionale Geschehen

unmerklich an die Stelle des Faktischen tritt – erkennbar oft nur für das geübte Auge. In „Mr. Xu“, der letzten Episode,

pendelt ein Mann zwischen seiner realen und einer gespielten Lebenswelt, entsprechend wechselt auch dieser Film

vom Dokumentarischen ins Fiktive. Mit dem Protagonisten zusammen hat die Künstlerin eigens für den Tagesspiegel

eine Performance entwickelt. Sie findet am heutigen Samstag, den 14. September 2013, statt. „A Day with Mr. Xu“ lädt

die Leserinnen und Leser ein, dem fernen Mr. Xu einen Tag lang mit den Gedanken zu folgen. Ob der sich in Peking aber

an die zuvor abgestimmte Choreografie hält, bleibt sein Geheimnis. Wahr ist, dass Mr. Xu spätabends eine Runde „Ye Ge“ auf das kleine Ereignis ausgibt – und dass es sich bei dem exotisch klingenden Getränk um „Jägermeister“ handelt. cmx

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