Berlin : DIE KUNST

Völker, seht die Signale.

Mit einer Flüstertüte bläst Gerd Rohling seine Botschaft in die Welt. Ganz bald schon dürfte sie sich verflüchtigt haben. Aber wer durch die Straßen geht, stößt dort auf Spuren

seiner Kunst: rote Ampelmännchen, Fahrbahnmarkierungen, Werbeplakate. Mit seinen poetischen Werken gelingt es Rohling spielerisch, dass die Kunst im Leben aufgeht und umgekehrt das Leben

in der Kunst. Bei ihm verwandeln sich die gewöhnlichsten Dinge in Artefakte. Neapel, wo unser „Mehr Berlin“-Foto entstand, inspiriert den Künstler dabei immer wieder. So entdeckte er dort am Strand

angeschwemmte Plastikobjekte, die er zu kostbar anmutenden Gefäßen zusammensetzte. In einer

Vitrine platziert und geschickt ausgeleuchtet wirken sie wie antike Raritäten. Seine Wunderkammer war die schönste Entdeckung bei der Neueinrichtung des Hamburger Bahnhofs vor vier Jahren. NK

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