Berlin : DIE KUNST

Verborgene Orte.

Harter Beton trifft auf weichen Stoff, ein diffuser Lichtstrahl zeichnet Spuren auf dunklem Parkett. Es ergeben sich, anders als vielleicht zu erwarten, keine harten Kontraste. Eher entstehen durch den präzisen Blick und den kompositorischen Willen der Künstlerin Ansichten intimer Räume. Zahlreiche der von Friederike von Rauch fotografierten Orte sind nur autorisierten Personen zugänglich. Denn an ihren Wänden wird restauriert oder gerade umgehängt, in Ecken und Winkeln stehen benutzte Gebrauchsgegenstände, unter Türritzen dringt diffuse Helligkeit dorthin, wohin die Künstlerin mit ihrer analogen Kamera vordringt. Das repräsentative Element der Kirchen, Schlösser und Museen, in denen die Aufnahmen entstehen, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Auch die Bildtitel, scheinbar lose Buchstabenkombinationen, lassen sich nur schwer entschlüsseln und zu den real existierenden Orten – wie hier das Neue Palais im Park Sanssouci – zurückverfolgen. Doch vielleicht faszinieren die Motive,

gerade weil sich am Fragmentarischen der Räume die Fantasie entzündet.

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