• Die lange Nacht des Kaufrauschs ruft Shopping-Victims bis Mitternacht in die Läden: Frühschoppen? Spätshoppen!

Die lange Nacht des Kaufrauschs ruft Shopping-Victims bis Mitternacht in die Läden : Frühschoppen? Spätshoppen!

Die "Vogue Fashion's Night Out" wird langsam zur weltweiten Bewegung. Auch in Berlin ist das Interesse groß, den nächtlichen Einkaufsbummel zwischen Cocktails und limitierten Accessoires als Freizeitvergnügen zu zelebrieren.

Hereinspaziert (II).
Hereinspaziert (II).

Es ist eine Bewegung der Sammler von schönen Dingen, und sie wird immer größer. Allein in Berlin beteiligen sich mehr als über 100 Geschäfte an der „Vogue Fashion’s Night Out“, die am Donnerstagabend nach Ladenschluss bis Mitternacht und manchmal auch darüber hinaus gefeiert wird. KaDeWe-Chefin Ursula Vierkötter war mit ihrem Haus von Anfang an dabei, seit 2009, und das Interesse ist seither gewachsen.

Falls es da draußen Leute gibt, die immer noch denken, man gehe einkaufen, nur weil man einen warmen Wintermantel braucht, sollte mal nachts im Kaufhaus vorbeischauen. Dort findet eine Feier statt, für viele ist so eine Einkaufsnacht längst Freizeitvergnügen. Und das wird im September in 19 Ländern zelebriert, darunter sind Städte wie New York, London, Paris, St. Petersburg, Delhi, Tokio, Mexiko-Stadt.

In Berlin beteiligten sich im vorigen Jahr rund 120 Designerläden und Luxuskaufhäuser an der Fashion’s Night Out. In diesem Jahr erstmals dabei sind die Geschäfte von Dolce & Gabbana am Kurfürstendamm, Unrath & Strano in der Markgrafenstraße und Giorgio Armani in der Friedrichstraße. Der Department Store Quartier 206 stellt dort ab 18.30 Uhr sechs junge Berliner Designer vor. In der Friedrichstraße ist zum Beispiel Galeries Lafayette dabei, wo es kostenlose Maniküre gibt und die Möglichkeit, sich im Lieblingslook professionell fotografieren zu lassen. Das Geschäft von Tommy Hilfiger am Ku’damm verschenkt Einstecktücher und bietet eine Vorschau auf die Herbst/Winter-Kollektion. Viele Geschäfte halten zu diesem Anlass spezielle Attraktionen bereit, bewirten ihre Gäste oder offerieren limitierte Kollektionen. Der Verkauf einer speziellen Tasche erbrachte im vorigen Jahr 20 000 Euro, die der Berliner Tafel gespendet wurden. Auch diesmal wird sie wieder angeboten.

In diesem Jahr sind die Shwe Shwe Poppis Charity-Star dieser Nacht. Das sind Stoffpuppen im Patchwork-Stil, die in Soweto, den südwestlichen Townships von Johannesburg in Südafrika aus Stoffresten nach Zeichnungen von Waisenkindern genäht werden. In dieser Nacht gibt es sie bei Modemarken wie Boss, Rena Lange und Schumacher zum Preis von 25 bis 50 Euro. Der Erlös kommt einem Waisenhaus in Soweto zugute.

Im KaDeWe hat „Vogue“-Chefredakteurin Christiane Arp für diese Nacht ein Eckschaufenster dekoriert. Ein DJ wird die 2000 Gäste unterhalten. Der Legende nach stammt die Idee zur langen Nacht des Einkaufens ursprünglich von Anna Wintour, der legendären New Yorker Vogue-Chefin, die dem Kino-Publikum aus „Der Teufel trägt Prada“ bekannt ist. Bi

www.fashionsnightout.vogue.de

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