Berlin : DIE LEHRER

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Auf einem Schulhof schlägt ein 16Jähriger fünf Lehrer nieder, und Hunderte Schüler schauen zu. Wie können die Pädagogen mit dieser Situation fertig werden; müssen sie befürchten, dass ihre Autorität durch diesen Übergriff vor aller Augen untergraben wird? Ganz wichtig ist nach den Worten von Thomas John, dem Sprecher der Senatsschulverwaltung, dass bei jedem gewaltsamen Übergriff sofort reagiert wird und dem Täter als auch den anderen Schülern gezeigt wird, dass ein solches Verhalten in keiner Weise geduldet wird. „Insofern hat der Schulleiter vorbildlich gehandelt, er hat mutig eingegriffen und die Polizei geholt“, sagt John. Der Schulleiter selber war hinter dem Täter hergelaufen. Auf keinen Fall dürfen Lehrer nach Meinung von Schulpsychologen Gewaltvorfälle hinnehmen. Übergriffe zu verschweigen, wie manche Lehrer das vielleicht aus Scham über eine als Demütigung empfundene Attacke tun, sei falsch. Stattdessen müssten sie offensiv zeigen, dass keine Form der Gewalt toleriert wird. In Berlin wurde über die letzten Jahre hinweg eine Steigerung der Übergriffe gegen Lehrer registriert, sagt Verwaltungssprecher John. Schulsenator Klaus Böger (SPD) vertrete die Ansicht, dass man die Pädagogen nicht mit diesem Problem alleine lassen dürfe. Aus diesem Grund gab es im vergangenen Jahr 15 zusätzliche Stellen für Schulpsychologen, an die sich die Lehrer wenden können. sik

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