Berlin : Die letzten Konzerte der Musiker in Uniform

Das Polizeiorchester tritt noch elf Mal vor seiner Auflösung auf

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Wenn die 34 Musiker des PolizeiOrchesters am Nachmittag des 21. Dezember im Großen Sendesaal des RBB an der Masurenallee nach ihrem letzten Konzert die Instrumente einpacken, können sie auch gleich die Uniform ausziehen. 15 bis 20 der Berufsmusiker werden arbeitslos, andere haben gültige Verträge, die noch bis 2009 laufen, einige wenige sind unkündbar. In den vergangenen Wochen hatte eine Initiative rund 15000 Unterschriften für die Erhaltung des 153 Jahre alten Ensembles gesammelt, die Politiker zeigten sich davon wenig beeindruckt. Orchesterleiter Peter Feigel hofft, dass seine Mitarbeiter möglicherweise eine Chance im Brandenburger Polizeiorchester erhalten.

Für den CDU-Innenminister Schönbohm sind die Polizeimusiker „ein wesentliches Identifikationsmerkmal“ mit dem Bürger. Er hatte im September sogar einen Antrag gestellt, freie Stellen mit den Musikern aus Berlin zu besetzen. Die SPD in Brandenburg aber sieht das ähnlich wie Berlin; sie möchte das Polizei-Ensemble nach Berliner Vorbild am liebsten ebenfalls auflösen. Peter Feigel, der sich für den Posten des Orchesterleiters in Brandenburg beworben hatte, zog nach diesen Querelen seine Bewerbung zurück.

Bis zum Abschlusskonzert am 21. Dezember hat das Ensemble noch zehn Auftritte: am 25. November um 14 Uhr im Theater Karlshorst an der Treskowallee 111; am 29. November um 14 Uhr auf dem Lichtenrader Weihnachtsmarkt an der Bahnhofstraße; am 30. November um 16 Uhr in der Auenkirche an der Wilhelmsaue 119 in Wilmersdorf; am 5. Dezember um 15 Uhr im Ernst-Reuter-Saal im Rathaus Reinickendorf am Eichborndamm 215; am 6. Dezember, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus in Mitte; am 7. Dezember um 14 Uhr auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt auf dem Richardplatz in Neukölln; am 10. Dezember um 15 Uhr im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt am Bat-Yam-Platz in Neukölln; am 13. Dezember um 15.30 Uhr in der Philharmonie; am 14. Dezember um 10.30 Uhr im Ufa-Palast Kosmos an der Karl-Marx-Allee und am 17. Dezember um 19 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche in der Altstadt Spandau. weso

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