Berlin : Die Mauer kommt zurück

Sony schenkt der Stadt 35 Original-Teile

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Schwere Brocken bekommt Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge Reyer (SPD) geschenkt. 35 Original-Segmente der Berliner Mauer wird sie am kommenden Dienstag vom Sony-Konzern erhalten und gleichzeitig eine Ausstellung mit dem Titel „Berliner Mauer – Orte des Gedenkens“ im Sony-Center am Potsdamer Platz eröffnen. Dort werden die Mauerteile zunächst zu besichtigen sein, ehe für sie ein neuer, endgültiger Standort gefunden wird. Welche Stelle in der Stadt dafür infrage kommt, wollte Manuela Damianakis, Sprecherin der Senatsbehörde, auf Nachfrage nicht sagen.

Zugleich bestätigte die Senatorin noch einmal, dass sie den Abriss von Teilen einer so genannten Hinterlandmauer am Nordbahnhof in Mitte nicht genehmigen werde. Die Mauerteile, die der Bezirk, wie berichtet, für einen geplanten Sportplatz aus dem Weg schaffen will, stehen unter Denkmalschutz. Um ihn aufzuheben, müsste die Junge-Reyer unterstellte Denkmalschutzbehörde zustimmen. „Das wird die Senatorin aber nicht tun“, erklärte Manuela Damianakis weiter.

Den Bezirk Mitte bringt das in Schwierigkeiten. Er will seit Jahren einen neuen Sportplatz in zentraler Lage einrichten, der weniger Nachbarn beeinträchtigt als zum Beispiel der Sportplatz in der dicht bewohnten Spandauer Vorstadt. Doch mit der Weigerung der Senatorin muss sich der Bezirk aller Voraussicht nach erneut einen anderen Standort suchen. Mittes Baustadträtin Dorothee Dubrau (Grüne) gab sich auf Nachfrage optimistisch: „Der Sportplatz soll 2008 gebaut werden, bis dahin finden wir eine Lösung.“

Nach dem Abriss der nachgebauten Mauer und der Kreuze am Checkpoint Charlie hatte die Senatskulturverwaltung angekündigt, an der Stelle Informationstafeln zu installieren, die an die Mauer erinnern sollen. oew

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