• Die meisten Absturzopfer waren Dienstreisende Einer der Manager arbeitete am Ausbau des Luxemburger Airports

Berlin : Die meisten Absturzopfer waren Dienstreisende Einer der Manager arbeitete am Ausbau des Luxemburger Airports

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Den Absturz der LuxairMaschine hat außer dem Piloten nur ein in Berlin lebender Franzose überlebt. Der 36-jährige Architekt Jean-Daniel B. war Meldungen aus Luxemburg und Trier zufolge auf dem Weg zu einem Familientreffen in Trier. Der Mann sei außer Lebensgefahr und ansprechbar, erklärte eine Sprecherin der dortigen Regierung. Auch der Zustand des Piloten, der den Crash schwer verletzt überlebt hat, sei nicht mehr lebensbedrohlich.

Unter den Todesopfern sind 15 Deutsche sowie der Künstler Michel Majerus, der in Berlin gelebt hat. Das jüngste Opfer ist nach Tagesspiegel-Recherchen ein Jugendlicher: ein 15-Jähriger aus Leipzig. Unter den Reisenden waren zahlreiche Geschäftsleute. Tödlich verunglückt ist unter anderem ein verantwortlicher Mitarbeiter der Firma Sigma Consult aus Schönefeld (Königs Wusterhausen). Er hatte die Maschine genommen, weil er ein Angebot für den Ausbau des Luxemburger Flughafens ausarbeiten sollte. Unter den Opfern sind auch fünf Manager der bayerischen Oetinger GmbH. Das Metallwerk hat eine Niederlassung in Tempelhof. Die Geschäftsleute waren auf dem Weg zu ihrer französischen Dependance in Gorcy. Auch der Leiter des französischen Werks ist unter den Toten. Die Berliner Absturzopfer stammten aus Spandau, Zehlendorf, Steglitz, Charlottenburg und Prenzlauer Berg. Der älteste Tote stammt aus Steglitz und war 72 Jahre alt. Bei dem Unglück kamen fünf Brandenburger ums Leben, darunter ein Erdbebenforscher vom Geoforschungszentrum Potsdam und der Leiter des Brandschutzlaboratoriums des Bundesamtes für Materialforschung. Weitere Opfer stammten aus Großbeeren (Teltow-Fläming), aus Groß-Glienicke und Kleinmachnow (Kreis Potsdam-Mittelmark) sowie aus Schönefeld. Zu den Opfern gehört außerdem ein 31-jähriges Vorstandsmitglied der BFI BankAG in Dresden.

Am Tag nach dem Absturz gab es erste Beileidsbekundungen von Arbeitskollegen der Opfer. Die bayerische Oetinger GmbH veröffentlichte auf ihrer Homepage eine Traueranzeige. Die BFI Bank drückte ihr Mitgefühl über den Tod ihres Vorstandsmitglieds in einer Pressemitteilung aus. Dort heißt es: „Herr P. hat für die Bank gelebt.“ weso

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