Berlin : Die Neuerungen im Überblick

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SCHULJAHR 2006/07

Das heute beginnende Schuljahr setzt den vorläufigen Schlusspunkt unter eine ganze Reihe von Bildungsreformen, die seit 2001 in Angríff genommen wurden. Aktuell umgesetzt wird ab heute Folgendes:

– 15 weitere Schulen werden Elternseminare anbieten, die an der Steglitzer Nikolaus-August-Otto-Hauptschule mit großem Erfolge praktiziert werden

– Alle Erstklässler müssen an der neuen flexiblen Schulanfangsphase teilnehmen

– In den Hauptfächern gibt es jetzt ein zentrales Abitur

– Für die jetzigen Siebtklässler und die nachfolgenden Jahrgänge gibt es die Möglichkeit, schon nach zwölf Jahren Abitur zu machen. Deshalb haben sie vier Stunden mehr Unterricht als bisher. An den Gesamtschulen werden die Schüler die Wahl haben, ob sie nach zwölf oder 13 Jahren Abitur machen. An den Oberstufenzentren bleibt es bei 13 Jahren. Die Hauptschulen stocken den Unterricht kaum auf, weil ihre Schüler nur in Ausnahmefällen das Abitur anstreben

– Die Siebtklässler beginnen mit dem Fach Ethik , das zweistündig angeboten wird. Zusätzlich und freiwillig können sie Religions- oder Lebenskundeunterricht belegen.

SCHULJAHRE 2001-2005

Unter dem Druck von Pisa hat Berlin etliche Reformen in Angriff genommen. Besonders einschneidend:

– Alle Grundschulen müssen die Kinder bis 13.30 Uhr betreuen , egal, ob Unterricht ausfällt oder hitzefrei ist.

– Fast alle Hortplätze wurden an die Grundschulen verlagert.

– Die Vorklassen wurden abgeschafft, die Schulpflicht wurde vorverlegt.

– Zur Hochbegabtenförderung wurde ein großes Gesamtkonzept entwickelt. Dazu gehören die Superschnellläuferklassen, die nach elf Jahren zum Abitur führen und Zusatzangebote an Grundschulen

– Vergleichsarbeiten erleichtern es, die Leistungen der Schüler ins Verhältnis zu denen in anderen Schulen und Bezirken zu setzen.

– Durch die zentralen Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss kann die Einhaltung von Mindeststandards gesichert werden.

AUSSTEHENDE REFORMEN

– Teile der GEW, der Schulverwaltung und der Politik sind überzeugt, dass es ohne feste Präsenzzeiten der Lehrer nicht geht. Angestrebt wird auch, dass Korrekturfachlehrer bei der Zahl der Unterrichtsstunden entlastet werden.

– Hauptschulen sollen Ganztagsschulen werden. sve

Wer nachlesen möchte, was der Tagesspiegel in den Ferien zum Thema Schule geschrieben hat, findet alles im Internet: www.tagesspiegel.de/schulanfang

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