Berlin : Die Not lindern helfen

Annette Kögel

Sie begegnen einem in der U-Bahn, im Park, auf dem Bahnhof. Ihre Gesichter sind oftmals von den Höhen, vor allem aber von den Tiefen des Lebens gezeichnet. Anderen sieht man die Not nicht auf den ersten Blick an. Wenn unsereins die Heizung mit einem Handgriff höher dreht, rollen sie sich im Schlafsack unter Brücken und auf Parkbänken enger zusammen: Obdachlose. Der Winter steht vor der Tür, und damit auch die schlimmste Zeit des Jahres für Menschen ohne eigenes Dach über dem Kopf. Wie in den vergangenen Jahren widmet der Tagesspiegel seine Weihnachtsspendenaktion auch 2001 wieder den rund 12 000 Obdachlosen in dieser Stadt - und fordert jetzt Berliner Hilfsprojekte und Vereine auf, sich als Spendenempfänger zu bewerben.

Was muss Ihre Bewerbung enthalten? Voraussetzung dafür, als Spendenempfänger in Betracht zu kommen, ist zunächst eine Freistellungsbescheinigung, aus der hervorgeht, dass die Körperschaft ausschließlich und unmittelbar mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken dient. Obdachlosenprojekte in Berlin sollten uns zudem ein Portrait ihrer Arbeit schicken - und eine Liste mit Sachmitteln und entsprechender Gelder, die dringend benötigt werden. Personal und feste Stellen können wir aber nicht finanzieren. Am Ende kommenden Jahres müssen alle Empfänger dem Spendenverein des Tagesspiegels Rechenschaft über die Verwendung der einzelnen Gelder ablegen.

Dieses Jahr möchte der Tagesspiegel auch den von Obdachlosigkeit, Hunger und Krieg gezeichneten Menschen in Afghanistan helfen - auch hier wollen wir einen Hilfsverein berücksichtigen, der Flüchtlingen und anderen Obdachlosen hilft.

Wer sich um Aufnahme in den Kreis der Spendenempfänger bewerben möchte, muss die Unterlagen bis spätestens 13. November beim Tagesspiegel einreichen. Die Mitglieder des Tagesspiegel-Spendenvereins werden dann den ausgewählten Bewerbern Bescheid geben. Unseren Lesern stellen wir die Projekte und ihre Wunschzettel dann zwischen dem ersten Advent und den Weihnachtsfeiertagen vor.

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