Berlin : Die Pathologin

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Almuth Forberger, 33

Beruf

Assistenzärztin Pathologie, Charité Mitte

Alltag

Kein einziges Krimiklischee stimmt, sagt Almuth Forberger. Leichen zu sezieren, mache nur einen Bruchteil des Geschäfts aus. 1000 Sektionen fielen pro Jahr an, aber 40 000 Diagnosen – und die sind die Hauptaufgabe. Die Klinikärzte schicken der Pathologin millimetergroße Gewebestückchen, die sie bei Untersuchungen an Lebenden entnommen haben, und bitten um Hilfe bei der Diagnose. Forberger arbeitet also meistens am Mikroskop. Ein anderer großer Teil der Arbeit: die Untersuchung von Körperteilen, die im OP entfernt wurden, vom Blinddarm bis zum amputierten Bein. Almuth Forberger schaut, ob das jeweilige Teil auch wirklich „krank“ genug war und meldet dem Arzt dann (fast immer) eine nachträgliche Bestätigung zurück. Deshalb nennt man Pathologen auch „Qualitätskontrolle der Ärzte“.

Das Erlebnis der Woche

Eine „interessante“ Probe, von einem Patienten mit Hautkrebstumor, also einem Melanom, in der Augenbindehaut.Text: rcf/Foto: Mike Wolff

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