Berlin : Die Polizei will noch mal mit Unterstützern von Flüchtlingen reden

Polizeipräsident sucht nach schweren Vorwürfen Gespräch mit Aktivisten aus Hellersdorf.

Berlin Polizeipräsident Klaus Kandt hat den Mitgliedern der Initiative „Hellersdorf hilft“ ein Gespräch angeboten. Wie berichtet hat die Initiative, die sich um Flüchtlinge kümmert, schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Drei Mitglieder fühlten sich bei einem Gespräch mit Beamten des Landeskriminalamts (LKA) mit ihren Klagen über Bedrohungen durch Rechtsextreme nicht ernst genommen. Einem Beamten wird vorgeworfen, er habe unter anderem erklärt, Brandanschläge würden nur von Linksextremisten verübt. Zudem müsse man als politischer Mensch damit leben, im Fokus von eventuellen Feinden zu sein. Das Polizeipräsidium teilte nun mit, dass sich „derartige Gespräche mitunter schwierig gestalten, da die subjektiv empfundene Gefährdung der Betroffenen möglicherweise nicht der fachlichen Einschätzung der Polizei entspricht“. Dies könne auch dazu führen, dass sich Betroffene „hinsichtlich Ihrer Sorgen nicht hinreichend berücksichtigt fühlen“. Dem Vernehmen nach sieht die Polizei ein, dass ein Beamter in dem Gespräch nicht optimal formuliert habe. Mitgliedern der Initiative seien mehrere Gespräche angeboten worden – vergeblich. Das veröffentlichte Gesprächsprotokoll kritisierte die Polizei als „einseitige Darstellung“.

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